Mal wieder so ein typischer Tag…

2022-06-14T14:24:20+02:005. Oktober 2021|

Mal wieder so ein typischer „Ich habe zwar eine Lösung – aber die passt nicht zum Problem“-Tag. Ich starte mit meinem Überlebenstraining täglich morgens um vier Uhr damit ich noch eine Stunde mit meinem Hund raus kann. Ja, ich weiß, mutig sich als Alleinerziehende einen Hund anzuschaffen und dann vielleicht mal beiläufig zu erwähnen, dass manchmal doch alles etwas viel ist. Aber auch für einen „Kopf-Menschen“ wie mich gibt es Hintergründe und Gedanken dafür, weshalb unser Hund bei uns sein soll. Und ich trau mich das nur leise zu denken: Tatsächlich haben auch anderen Frauen sich Lebewesen (Männer, Katzen, Hunde, etc.) „angeschafft“ über die sie sich hin und wieder einfach lautstark ärgerlich äußern müssen?! Und dennoch ist diese eine Stunde am Tag etwas ganz Besonderes für mich, den Rest des Tages darf er draußen auf unserem Grundstück bleiben, bis er zu seinem Kumpel geht. Leider zu schnell vorbei, es ist schon fünf, jetzt muss es schnell gehen – Kaffee und Zigarette, vielleicht auch gleich drei? Verdammt, schon 5.15 Uhr – schnell geh ich meinen Sohn wecken. Schnell ist heute relativ, aus meinen sanften Weckversuchen wird schnell ein sanftes „Brüllen“ und ich lotse ihn ins Badezimmer. „Ma Hildegard, das ist selbst gemachter Stress – warum müsst ihr auch jeden Tag baden, er ist jetzt doch wirklich alt genug?“ Wie oft ich mich dafür schon gerechtfertigt habe, obwohl ich mich noch nicht mal getraut hätte, mich negativ darüber zu äußern? Wir machen das seit Jahren, weil es einfach aus unserer Geschichte heraus, ein für Olaf (wahrscheinlich auch inzwischen für mich) unendlich wichtiges Ritual ist, eine Gewohnheit, die ihm Sicherheit für den Tag gibt, eine Kleinigkeit, die sich täglich wiederholt. Wie es dazu kam? Ein andermal… In der Wanne wird der Tagesablauft geklärt, über doofe oder schöne Träume geredet und vor allem ganz [...]