Über Larissa

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Wenn Verständnis zur Pflicht wird

2026-02-05T10:08:27+01:005. Februar 2026|

Wenn Verständnis zur Pflicht wird Es begann mit Liebe. Noch bevor ich wusste, wie groß sie werden würde. In der Schwangerschaft habe ich meinen Körper geteilt. Nicht widerwillig, sondern staunend. Ich lernte, langsamer zu gehen, vorsichtiger zu atmen, weil da jemand war, der ganz von mir abhing. Die Geburt war ein Riss – und ein Versprechen. Als ich mein Kind zum ersten Mal hielt, war klar: Von jetzt an geht es nicht mehr nur um mich. Die Jahre danach waren dicht. Müde und schön zugleich. Nächte, in denen ich wach lag und nur dem Atmen lauschte. Tage, an denen ein Lächeln alles getragen hat. Erziehung war Liebe in Bewegung. Wieder und wieder. Da sein. Halten. Auch dann, wenn ich selbst müde war. Und mit dieser Liebe wuchs eine Erwartung, die niemand aussprach: Dass ich trage, was schwierig wird. Dass ich verstehe, wenn andere es nicht tun. Dann kam die Trennung Ich wollte, dass meine Kinder sicher bleiben. Dass sie nicht zwischen Fronten geraten. Dass ihre Welt nicht zerbricht. „Haben Sie Verständnis – er bemüht sich doch.“ Ich hatte Verständnis. Nicht aus Schwäche, sondern aus Liebe. Weil ich glaubte, dass Ruhe für meine Kinder wichtiger ist als mein Recht. Später sagte man zu mir: „Haben Sie Verständnis – er ist arbeitslos.“ Der Unterhalt wurde weniger. Still. Einseitig. Die Fixkosten blieben. Die Kinder blieben. Das Leben blieb. Der Kühlschrank blieb ehrlich. Die Rechnungen auch. Also verstand ich weiter. Ich rechnete, damit sie nichts spürten. Ich verzichtete, damit sie sicher blieben. Ich hielt ihre Sorgen leise, damit sie schlafen konnten. Was niemand fragte Wie lange kann Liebe das allein tragen? Verständnis wurde von mir erwartet, als wäre es unendlich. Als würde es sich immer neu erzeugen, nur weil ich Mutter bin. Doch Liebe ersetzt keinen Unterhalt. Sie bezahlt keine Rechnungen. Sie fängt nur [...]

Das leise Verschwinden von Müttern

2026-01-21T11:29:10+01:0021. Januar 2026|

Das leise Verschwinden von Müttern Es gibt einen Moment, den viele Alleinerzieherinnen kennen. Einen Moment, in dem man merkt: Hier geht es nicht mehr um mein Kind – hier geht es um ein System, das etwas durchsetzen will. Wenn die Institution nicht weiter weiß Ich bin Mutter. Und ich habe gelernt, dass diese Rolle in Trennungs- und Kontaktrechtsverfahren schnell kippen kann. Von der schützenden Bezugsperson zur „Problemursache“. Nicht, weil man etwas falsch gemacht hat – sondern weil Kinder nicht so funktionieren, wie Verfahren es vorsehen. Meine Kinder haben den Kontakt zu ihrem Vater schrittweise verweigert. Erst einzelne Wochenenden, später ganz. Seit einiger Zeit ist diese Ablehnung konstant. Nicht leise, nicht unklar, sondern begleitet von Angst, Rückzug, Tränen. Von einem klaren inneren Nein. Was folgt, kennen viele Maßnahmen. Gespräche. Abklärungen. Begleitung. Immer neue Settings, immer neue Versuche. Besuchscafé. Mediation. Kinderbeistand. Elternberatung. Jugendhilfe. Gericht. Ich habe all das mitgetragen. Ich habe ermöglicht. Ich habe gehofft. Und irgendwann musste ich mir eingestehen: Es wird nicht besser. Was sich stattdessen verändert hat, war der Blick auf mich. Plötzlich ging es weniger um die Frage, warum Kinder so deutlich ablehnen, sondern darum, was mit der Mutter nicht stimmt. Der Begriff „Entfremdung“ tauchte auf – selten offen, oft zwischen den Zeilen. Als Möglichkeit. Als Verdacht. Als Erklärung, die bequemer ist als die Realität kindlicher Grenzen. Dabei zeigten meine Kinder ihre Ablehnung überall. Nicht nur bei mir. Auch bei neutralen Personen. Auch ohne meine Anwesenheit. Über Monate. Über Jahre. Und trotzdem blieb der Zweifel an mir. Das ist etwas, worüber selten gesprochen wird: Sekundäre Viktimisierung. Wenn nicht mehr das Leid der Kinder im Zentrum steht, sondern das Verhalten der Mutter problematisiert wird. Wenn Schutz als Kontrolle gelesen wird. Wenn Fürsorge plötzlich verdächtig wirkt. Besonders schmerzhaft wird es, wenn die ökonomische Macht, wie so oft, ungleich ist. Das Kontaktrechtsverfahren weiterführt auch wenn [...]

Stark sein, weil es keine Alternativen gibt

2025-09-23T16:48:15+02:0023. September 2025|

Stark sein, weil es keine Alternativen gibt Stark sein ist kein Privileg, sondern eine Notwendigkeit, wenn Kinder Schutz brauchen und niemand sonst da ist. Es bedeutet, Ängste auszuhalten, Stimmen hörbar zu machen und für Gerechtigkeit zu kämpfen – auch gegen ein System, das lieber wegschaut. Diese Stärke ist kein Fehler, sondern Überleben – für die Kinder, für ihre Zukunft, für ein Leben ohne Angst. Mitten im Kampf „Bitte, bitte, ich will nicht dorthin …“ Ihre kleinen Hände sind gefaltet, die Augen groß vor Angst, die Stimmen kaum hörbar. Sie klammern sich an mich, an meine Stärke, weil sie wissen, dass sie auf niemanden sonst zählen können. Niemand hört sie. Niemand fragt, wie sie sich fühlen. Denn das Recht des Vaters gilt – und alles andere scheint egal zu sein. Alles andere wird überhört, übergangen, ausgeliefert. Er will sein Recht und liefert dafür die Kinder aus. Die Kinder, die jahrelang gewartet haben, die sich nach Nähe und Sicherheit sehnen, die sich an Geburtstagen fragen, warum keine Geschenke kommen, warum niemand da ist. Niemand sieht die Lücken, die Jahre des Verschwindens, die kleinen Wunden, die sich über die Zeit angesammelt haben. Nur die Forderung nach seinem Recht. Und die Kinder: Sie stehen mittendrin. Aushalten macht stark Ich halte sie, halte ihre Angst aus, während ich gleichzeitig die Stärke zusammensammle, die mich durch jeden Tag trägt. Ich darf nicht wanken. Ich darf nicht zögern. Ich darf nicht fallen – sonst fallen sie. Meine Stimme, meine Fürsorge, meine Liebe – das alles wird geprüft, bewertet, als Problem interpretiert. Und dann ist da das System. Genau dieses System, das die Kinder eigentlich schützen sollte, sieht meine Stärke als Beweis, dass es an mir liegen muss. Dass ich die Kinder bewusst entfremde. Dass ich „zu stark“ bin. Dass alles, was ich tue, nicht dem Wohl der [...]

Mama bleibt Mama

2025-05-09T12:22:29+02:009. Mai 2025|

Mama bleibt Mama Vom Loyalitätskonflikt, den getrennt-lebende Eltern auslösen können, müssen wir uns endlich befreien. Im Sinne der Kinder. Die Verantwortung darüber muss ins Bewusstsein von Eltern rücken – unabhängig von ihrer persönlichen Kränkung. Denn es geht um das Kindeswohl. Wenn neues Leben beginnt Der Herzschlag der Mama ist das Erste, was ein Baby im Mutterleib hört – der sanfte Rhythmus, der Sicherheit und Liebe verspricht, noch bevor es die Welt erblickt. Sie ist der sichere Hafen, der Ort, an dem kleine Arme Trost finden und große Träume wachsen können. Von der ersten Berührung bis zu den großen Schritten des Lebens ist sie da – ohne zu fragen, ohne zu zögern, mit unendlicher Liebe. Sie hält die Hand in schlaflosen Nächten, trocknet Tränen, gibt Kraft und Zuversicht. Sie stellt ihre eigenen Bedürfnisse oft zurück, weil für sie eines immer an erster Stelle steht: Das Glück ihres Kindes. Sie ist der Mensch, der bleibt, wenn alles andere wankt. Doch was passiert, wenn sich Wege trennen? Trennung ist nicht nur das Ende einer Beziehung – für Kinder ist es oft das Auseinanderbrechen ihrer kleinen Welt. In dieser Zeit braucht es umso mehr Liebe, Stabilität und Verständnis. Eine Mutter bleibt auch dann der sichere Hafen, wenn das Familienbild sich verändert. Sie fängt auf, wenn Unsicherheit kommt, gibt Halt, wenn Ängste wachsen, und zeigt ihren Kindern, dass Liebe nicht endet, nur weil sich Lebenswege neu ordnen. Wenn der Vater manipuliert Wer die Mutter seiner Kinder in dieser Zeit verletzt oder ihr Steine in den Weg legt, vergisst, dass er damit nicht nur sie trifft – sondern vor allem die, die beide lieben sollten: die Kinder. Ein wahrer Vater erkennt, dass Respekt und Verantwortung auch nach einer Trennung nicht aufhören. Denn wer wirklich für seine Kinder da sein will, schützt und ehrt die, die sie [...]

Der unsichtbare Kampf

2025-03-13T10:00:45+01:0013. März 2025|

Der unsichtbare Kampf Alleinerziehende Mütter sind wahre Kriegerinnen, die im Schatten der Gesellschaft kämpfen. Sie tragen eine unsichtbare Last, die schwerer ist als jedes Gewicht, welches der Körper je tragen könnte. Es ist der tägliche Kampf, ihre Kinder vor den Stürmen des Lebens zu schützen, ihre Liebe und Geborgenheit zu geben und gleichzeitig mit den vielen Herausforderungen des Alleinerziehens zu jonglieren: Der Spagat zwischen Karriere und Haushalt, die finanziellen Sorgen und die ständige Sorge um das emotionale Wohl ihrer Kinder. Der Narzisst als Held Doch was viele nicht wissen, ist, dass dieser Kampf oft von einer noch dunkleren Macht überschattet wird – dem narzisstischen Ex-Partner, der mit perfiden Mitteln das Leben der Mutter und ihrer Kinder zum Spielball seiner Kontrolle macht. Der narzisstische Vater inszeniert sich meisterhaft als der „gute, bemühte, liebende Vater“. Mit einer Aura von Charme und Großzügigkeit stellt er sich als der Held dar, der in den Augen der Kinder immer fürsorglich ist – derjenige, der mit Geschenken überschüttet, der in der Öffentlichkeit strahlt, als sei er der Inbegriff der Väterlichkeit. Doch hinter dieser glänzenden Maske lauert eine andere, dunkle Wahrheit. Der narzisstische Vater will nicht nur der Held in den Augen der Kinder sein, er will auch die absolute Kontrolle über das Leben seiner Ex-Frau und das seiner Kinder. Diese Fassade aus Freundlichkeit und Großzügigkeit ist nichts weiter als eine Waffe, die er geschickt einsetzt, um Macht zu erlangen und die Mutter weiter zu manipulieren. Wirklich zum Wohle der Kinder? Doch sobald es zu Konflikten oder Entfremdung zwischen den Kindern und ihm kommt, verdreht er die Wahrheit: Er wirft der Mutter vor, dass sie den Kindern falsche Vorstellungen über ihn vermittelt hat, sie „beeinflusst“ habe und somit die Kinder von ihm entfremdet seien. Die Mutter wird zur Schuldigen gemacht, als wäre sie diejenige, die den Kontakt [...]