Was niemand Alleinerziehende fragt
Was niemand Alleinerziehende fragt Was selten gesagt wird – und warum Alleinerziehende oft unsichtbar stark sind. Niemand fragt, wie viele Nächte wir wach sind. Nicht dieses schlecht geschlafen, sondern dieses dauerhaft erschöpft, bei dem der Körper funktioniert, obwohl er längst Pause bräuchte. Niemand fragt, wie es ist, immer verantwortlich zu sein. Nicht nur für ein Kind, sondern für alles drumherum: Geld, Termine, Entscheidungen, Zukunft. Wie sich diese Daueranspannung anfühlt Alleinerziehend zu sein bedeutet, ständig im Alarmmodus zu leben. Nicht dramatisch. Nicht sichtbar. Sondern leise, dauerhaft, unterschwellig. Wenn ein kleiner Moment kippt, wenn etwas anders läuft als erwartet, wenn ein Kind mehr braucht, als gerade möglich scheint, dann kippt oft der ganze Tag. Wenn das Kind krank wird, kippt der ganze Plan. Wenn etwas schiefgeht, gibt es niemanden, der auffängt. Niemanden, der sagt: „Ich kümmere mich.“ Diese Art von Anspannung verlässt den Körper nicht einfach wieder. Sie sitzt in den Schultern. Im Magen. In Nächten, in denen man nicht richtig schläft – selbst wenn das Kind schläft. Wie einsam Entscheidungen sind Welche KITA ist richtig? Welche Arbeit ist machbar? Was ist gut – und was nur gerade noch auszuhalten? Alle Entscheidungen tragen wir allein. Die Zweifel auch. Und die Verantwortung, wenn es sich später als falsch anfühlt. Es gibt niemanden, der nachts sagt: „Wir schaffen das gemeinsam.“ Wie es ist, keine Pause zu haben Nicht diese romantische Me-Time, sondern echte Pause. Pause, in der niemand etwas braucht. Alleinerziehend heißt: Wir sind immer jemandes zuhause. Und selten mal für eine Zeit lang unser eigenes. Wer man selbst noch ist Wer sind wir eigentlich: Außer Mama? Außer Organisationstalent? Außer Funktionierende? Es gibt Tage, da wissen wir es nicht mehr genau. Und Tage, da vermissen wir uns selbst. Was es kostet, stark zu wirken Dieses „Du machst das so toll“ ist nett gemeint. Aber [...]

