Warum ich manchmal weg möchte – und trotzdem bleibe
Warum ich manchmal weg möchte – und trotzdem bleibe Leise Gedanken, die kaum jemand ausspricht und die Liebe, die trotzdem bleibt. Es gibt Momente, da möchte ich einfach weg. Nicht dramatisch. Nicht für immer. Sondern weg von der Verantwortung, der Daueranspannung, dem Immer-da-sein-müssen. Weg von Nächten ohne Schlaf. Weg von Entscheidungen, die niemand mitträgt. Weg von diesem Gefühl, ständig funktionieren zu müssen. Und dann kommt sie. Die Schuld. Ganz leise zuerst. Und dann laut. Denn wie kann ich wegwollen, wenn ich mein Kind so sehr liebe? Denn da ist diese Liebe. Diese tiefe, alles durchdringende Liebe, die mich jeden Tag trägt – auch dann, wenn ich selbst kaum noch Kraft habe. Weg wollen ist kein Weggehen Das Weg-Wollen ist kein Wunsch nach Flucht. Es ist ein Wunsch nach Pause. Nach Leichtigkeit. Nach einem Moment, in dem niemand etwas von mir braucht. Manchmal möchte ich einfach nur wieder ich sein. Ohne Plan. Ohne Verantwortung. Ohne „Mama, Mama, Mama“. Und gleichzeitig ist genau dieses „Mama“ das Schönste, was es gibt. Denn es bedeutet Nähe. Vertrauen. Und eine Liebe, die alles andere überstrahlt. Die Gedanken, über die kaum jemand spricht Es gibt diese leisen Gedanken, die man niemandem erzählt: Wie wäre es, einfach einen Tag lang nicht zuständig zu sein? Wie wäre es, mal krank sein zu dürfen, ohne weiterzumachen? Oder wie wäre es, gehalten zu werden, statt zu halten? Diese Gedanken machen mich nicht zu einer schlechten Mutter. Sie machen mich menschlich. Wenn ich mein Kind anschaue, wenn es lacht, wenn es mich sucht, wenn es „Mama“ sagt, wird alles ruhig und ich weiß, warum ich da bin. Warum ich bleibe Ich bleibe, weil mein Kind mich braucht. Nicht perfekt. Nicht unerschöpflich. Sondern echt. Ich bleibe, weil ich mein Kind liebe. Mehr, als ich manchmal tragen kann – und genau deshalb trage [...]











